Ich versuche gerade zu formulieren warum dieser Beitrag erst jetzt kommt obwohl ich mir vorgenommen hatte, mind. zwei pro Woche zu schreiben. (Jaja, ich bin hochmotiviert!) Naja, da ist erstmal die Arbeit die mich sehr beschlagnahmt, Probleme mit meinem Auto, Geldsorgen, Kind krank und ein Urlaub für den gepackt und noch diverses vorbereitet werden musste…

Während ich mir das so überlege schreit es in meinen Kopf: Ausreden! Du willst dich verändern? Du bist kein Stück weitergekommen nur weil du das jetzt für dieses Internet aufschreibst! Und wisst ihr was? Ich bin so froh, dass ich diese Stimme in mir schreien höre. Denn noch vor gar nicht langer Zeit war sie gar nicht da. Da gab es nur diese einlullende, beruhigende Stimme die sowas sagte wie: Du darfst müde sein. Du darfst dich mit Netflix zukippen und dabei ein Eis essen, du darfst rumjammern und musst rein gar nichts unternehmen. Lass das mal die anderen machen, die können das eh viel besser…

Und jetzt ist da dieser andere Teil in mir, der mich anspornt, beschimpft und schreit, mein eigener Personal Trainer sozusagen (sollte ich ihm einen Namen geben?). Der ist nicht immer nett zu mir und er zwingt mich aus meiner Komfortzone, total ungemütlich. Aber still und heimlich bin ich eben ganz froh das er da ist. Ich bin stolz auf mich, dass ich ihn aufgebaut habe und hören kann, laut und deutlich. Und ich weiß, dass ich ihm vertrauen kann.

Momentan sprudel ich nur so über vor Ideen und Vorstellungen was ich alles machen kann. Rückblickend ganz interessant, dass diese kreative Phase gestartet hat, seitdem ich mir erlaubt habe groß zu denken. Also seitdem ich Sätze wie „das schaffe ich eh nicht“, „dafür habe ich keine Zeit“ oder auch „was wohl die anderen darüber denken“ aus meinen Gedanken verbannt habe. Seitdem ich jede Idee auf einem weißen Blatt Papier neu denke. Das Ganze ist ein Prozess, ein Weg mit vielen kleinen Zielen die formuliert werden wollen. Mein, unser Weg.

Dabei will ich mir irgendwie alles merken, was mir so einfällt. Ich skizziere, schreibe Pläne und Übersichten male Schaubilder, nehme Gedanken mit meiner RecorderApp auf, diskutiere mit meinem Mann über Geschäftsideen und Buchentwürfe. Was ist für mich das Richtige, was für uns? Und oft verwerfe ich Dinge dann wieder aber es ergeben sich auch aus der einen Idee ganz andere, die es lohnt weiter zu verfolgen. Bildlich gesprochen fühle ich mich gerade wie ein Flitzebogen, der nach hinten gezogen wird. Der Zug wird immer stärker je mehr Input ich bekomme. Ich kann den Moment gar nicht mehr erwarten an dem ich endlich loslassen kann und mit aller Kraft nach vorne schnellen darf.

Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht unsere Ziele darzustellen und ganz konkret sichtbar zu machen. Ich glaube, dass alles aus uns selbst kommt, dass wir eine unglaublich schöpferische Kraft in uns beherbergen. Wir sind selber für unser Leben und den Weg den es nimmt verantwortlich. Warum sollten wir diesen nicht bewusst steuern können? Wenn wir unsere Ziele jeden Tag neu vorgeführt bekommen, liegt unser ganzer Fokus in der Erreichung dieser.

Und ich habe eine tolle Möglichkeit gefunden, die Gestaltung eines Visionboards. Ich stelle mir hier für uns ein großes Board an der Wand vor, ähnlich wie ein schwarzes Brett früher, auf dem wir unsere Ziele konkret festhalten, schärfen und manifestieren. Schaut euch das ruhig mal im Netz an, es gibt tolle Anleitungen dafür. Für unsere Zwecke will ich es etwas abwandeln. Sobald wir so weit sind, stelle ich für euch eine Anleitung als Anregung hier rein.

Habt ihr auch Stimmen in euch? Manchmal denke ich ja, ich sei tatsächlich verrückt… Was habt ihr für Ziele, was macht ihr um diese zu erreichen? Was hilft euch dabei diese im Blick zu behalten? Bindet ihr die Familie mit ein oder entscheidet ihr erstmal für euch selbst? Schreibt mir gerne einen Kommentar dazu, ich freu mich über eure Anregungen!

Eure Judith